Am Anfang von OUT LOUD haben wir uns gefragt, was passieren würde wenn Menschen eine Stimme bekommen, die gehört wird, weil sie etwas bedeutet. Ausgehend von dieser Frage haben wir angefangen, die Leben von Menschen zu beobachten, die sich durch eine unterirdische Welt bewegen, die von einer Stadt im Widerstand erbaut wurde. Unser theatralischer Ansatz ist ein Stückentwicklungsprozess, bei dem das Werk durch gemeinsames Denken und Schaffen kollektiv entwickelt wird. Uns wurde dabei sehr schnell klar, dass das Material, das wir generieren, viel zu reichhaltig ist, um in einem einzigen Stück untergebracht zu werden.
Dieser gemeinsame Schaffensprozess bietet die Möglichkeit, nach einer kollektiven Stimme zu suchen. Aus all dem gesammelten Material entstand allmählich eine mythische, mystische und alte Welt. So wurde Out Loud zu einer Trilogie. Das zweite Stück, Out Loud Resistance, zeigt die Menschen der widerständigen Stadt oberhalb der unterirdischen Welt im ersten Teil. Hier liegt der Fokus weniger auf der Stadt selbst oder dem, wogegen sie Widerstand leisten, sondern vielmehr darauf, was Widerstand für diejenigen bedeutet, die ihn leisten: wie sie mit Widerstand umgehen, wie sie ihren Weg darin finden oder wie sie sich darin verlieren.
In diesem Sinne basieren beide Werke auf zwischenmenschlichen Momenten und zeigen eher ein absurdes, kollektives Bewusstsein, als dass sie einer konventionellen dramatischen Struktur folgen. Der dritte Teil der Trilogie wird eine Rückkehr zu den Wurzeln sein. Die Erzählung bewegt sich also rückwärts und vervollständigt eine zirkuläre Struktur. Aus Sicht des Publikums kann jedes Werk unabhängig voneinander erlebt werden. Wir hoffen jedoch, die emotionale und semantische Landschaft des Widerstands in der heutigen desorientierten Welt weiter vertiefen zu können, während wir im Untergrund bleiben.